Spotted: Die Schwarzwurzel - unscheinbar edel
- 23. Feb. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. März 2021
Was du über das Wintergemüse wissen solltest

Die Schwarzwurzel ist ein Paradebeispiel dafür, dass es sich lohnt einen Blick hinter die Fassade zu werfen, statt sich vom Äußeren abschrecken zu lassen. Denn mit ihrer schwarzen und erdigen Schale wirkt sie nicht besonders sexy. Doch nicht ohne Grund trägt sie den Beinamen Winterspargel. Zwar ist sie ihrem Namensvetter nicht besonders ähnlich in Geschmack und Konsistenz, jedoch mindestens genauso edel. Auch die Ernte ist ähnlich aufwendig. Das Gemüse wird einzeln aus der Erde heraus gestochen, wobei äußerste Vorsicht geboten ist, denn eine Beschädigung führt zum sofortigen Austrocknen.
Wann hat die Schwarzwurzel Saison?
Die Schwarzwurzel wächst in der Erde und ist sehr Kälte-unempfindlich. Sie gilt deshalb als typisches Wintergemüse und wird von Oktober bis April angeboten.
Wie gesund ist die Schwarzwurzel?
Die Schwarzwurzel kann als wahres Superfood bezeichnet werden, denn sie enthält zahlreiche Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Unter den Ballaststoffen fällt vor allem der hohe Inulin-Gehalt auf, welcher sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Auch der Kaliumgehalt ist wesentlich ausgeprägt, was wiederum eine natürliche Entwässerung des Körpers zur Folge hat.
Geschmack
Auch wenn die Wurzel im Volksmund oft als Winterspargel bezeichnet wird, hat sie geschmacklich relativ wenig mit dem herkömmlichen Spargel gemein. Sie ist wesentlich intensiver und würziger im Aroma und kann als eher nussig beschrieben werden.
Vorbereitung
Wer noch nie zuvor Schwarzwurzel zubereitet hat, sollte im Vorfeld zwei wichtige Dinge beachten:
Nach dem Schälprozess verfärbt sich das weiß strahlende Innere der Schwarzwurzel sehr schnell bräunlich. Um dem entgegen zu wirken, sollte im Vorfeld ein Wasserbad (kaltes Wasser) mit Zitronensaft (Essig ist auch möglich) vorbereitet werden.
Beim Schälen des Gemüses tritt in der Regel ein klebriger, harzähnlicher Milchsaft aus. Das ist zwar ein Anzeichen dafür, dass die Schwarzwurzel frisch ist, jedoch verfärbt und verklebt er die Hände. Da ich kein Freund von Einweghandschuhen bin, empfehle ich deshalb die Wurzel unter fließendem Wasser zu schälen.
Vor dem Schälen muss die Schwarzwurzel zunächst gewaschen und mit einer Gemüsebürste gründlich abgeschrubbt werden bis alle Erdrückstände vollständig entfernt sind. Sobald die Schale mit einem Sparschäler entfernt wurde sollte das Gemüse in die Säure eingetaucht werden.
Verwendung
In Suppen, als Beilagengemüse in heller Sauce oder im Ofen zubereitet - die Schwarzwurzel ist vielfältig einsetzbar und schmeckt besonders gut, wenn sie ähnlich wie weißer Spargel verwendet wird.
Mein Lieblings-Schwarzwurzel Rezept finde ihr hier: Schwarzwurzel-Risotto

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