Gemüsebrühe aus Bioresten
- 19. Feb. 2021
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. März 2021
Aus Gemüseresten eine gesunde Brühe ohne Zusatzstoffe kochen

Selbst bei einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln und einer genauen Essensplanung bleiben immer wieder Reste oder Abschnitte übrig. Wenn z.B. die Tomate matschig ist, die Karotte im Rezept ohne Schale benötigt wird oder die Petersilie bereits welk ist. Meistens landen diese Produkte ohne Kompromiss im Abfall.
Das muss nicht sein, denn diese Reste können sehr einfach als Gemüsebrühe weiterverarbeitet werden. Das hat gleich mehrere Vorteile:
Das Gemüse, welches normalerweise in der Tonne gelandet wäre, wird gerettet und weiterverarbeitet
Der Gemüsefond aus Bioresten ist günstiger, als die gekaufte Alternative
Deine Gemüsebrühe basiert zu 100% auf natürlichen Zutaten
Bei mir hat es sich so eingebürgert, dass ich meine Gemüseabfälle über die Woche oder auch länger im Gefrierfach sammle, bevor ich die Brühe koche. Um Zeit zu sparen, ist es sinnvoll größere Mengen herzustellen und diese in verschiedene Gefäße zu gießen. Bei korrekter Abfüllung ist deine Brühe ungekühlt über mehrere Wochen haltbar und kann jederzeit bei Bedarf verwendet werden.
Zum richtigen haltbar machen, solltest du folgende Schritte beachten:
Spüle die Gläser + Deckel, in die du später die Brühe füllst, mit kochend heißem Wasser aus und vermeide im Anschluss erneute Verschmutzung. Die Gläser können auch in einem Topf abgekocht werden.
Fülle die Gemüsebrühe in passierter Form (am besten durch ein Passiertuch oder feines Sieb) kochend heiß in die Gläser ab. Tipp: am einfachsten ist es, wenn du den Fond zuvor passierst und im Anschluss noch mal kurz aufkochst.
Vermeide die Gläser zu voll zufüllen und lasse einen kleinen Hohlraum nach oben
Verschließe das Gefäß und lass die Masse in Ruhe auskühlen
Am besten eignen sich hierfür Einmachgläser oder Gläser mit Schraubverschluss.
Einen ausführlichen Artikel über die Unterschiede zwischen Einkochen, Einwecken und heiß abfüllen findest du hier: https://www.smarticular.net/einkochen-einmachen-obst-marmelade-topf-backofen-unterschied/
Gemüsefond - welche Gemüsesorten eignen sich?

Für den Fond eignen sich sehr viele Gemüsesorten, die je nach Lust und Laune verwendet werden können. Immer davon abhängig, welche Gemüseabschnitte du gerade zu Hause hast.
Besonders passend und geschmacksgebend sind Karotten, Sellerie, Pastinaken, Lauch und Lauchzwiebeln. Ich empfehle mindestens zwei dieser Gemüsesorten in jeder Brühe zu verwenden. Solltest du jedoch gerade nur eines davon zu Hause haben, kannst du natürlich trotzdem den Fond zubereiten.
Auch Paprika, Zucchini, Tomate, Zwiebeln und Pilze können verwendet werden. Hier musst du jedoch ein wenig ausprobieren, was nach deinem Geschmack am besten funktioniert.
Von Kohlgemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi) wird in der Regel abgeraten, da der Geschmack des Kohls recht dominant ist. In geringen Mengen ist es aus meiner Sicht jedoch kein Problem.
Bohnen, Rettich und Kartoffeln habe ich noch nie verwendet, da sie der Brühe geschmacklich nicht dienen würden. Auch Rote Beete verwende ich aufgrund der Farbe lieber für andere Sachen.
Welche Gewürze und Kräuter hinzugeben?
Für einen intensiven Geschmack sollten folgende Gewürze in der Brühe nicht fehlen:
Lorbeerblätter
Piment
Pfefferkörner
Salz
Bei der Salzmenge halte ich mich meist zurück, damit ich den Fond später für alle Gerichte verwenden kann. Nachsalzen ist jederzeit noch möglich.
Zudem empfehle ich Petersilie in die Brühe hinzuzugeben. Auch das intensiviert den Geschmack.
Zubereitung
Alle Gemüseabschnitte in einen Topf geben und mit ausreichend Wasser bedecken. Gewürze (bis auf das Salz) hinzugeben und ca. 1 Std. köcheln lassen.
Theoretisch kann danach die Brühe direkt mithilfe eines sehr feinen Siebs oder Passiertuch gefiltert werden - gerne lasse ich die Brühe aber noch ein paar Stunden oder sogar über Nacht ziehen, sodass sich der Geschmack voll entfalten kann.
Vor dem Abfüllen, je nach Bedarf, die Brühe mit Salz abschmecken.

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